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WM Tag 7 – IOC Präsident Dr. Thomas Bach in Muju

Tag 7 der Weltmeisterschaft (30. Juni) ist an Highlights reich: Stars wie Jade Jones, Steven Lopez und Aaron Cook auf der Kampffläche, der zweite Auftritt des ITF Demoteams aus Nordkorea bei dieser WM im Rahmen der Eröffnungsfeier…

Doch das Herausragende Ereignis ist sicherlich der Besuch von IOC-Präsident Dr. Thomas Bach – und das nicht nur für eine kurze Stippvisite. Dr. Bach besuchte ein Taekwondo-Symposion, das im Rahmen der WM stattfindet, besichtigte das Taekwondowon, hatte zweifellos zahlreiche Gespräche mit Offiziellen von World Taekwondo und wird sich später am Tag einige Wettkämpfe ansehen.

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit World Taekwondo-Präsident Dr. Chungwon Choue zeigte sich das IOC-Oberhaupt beeindruckt und fand viele positive Worte. „World Taekwondo setzt ein großartiges Beispiel. Es war der erste Verband, der der Initiative des IOC folgte und seine Meisterschaften für Sportler mit Flüchtlingsstatus öffnete – deshalb sind bei diesem Turnier auch 183 Nationen plus eine, das Flüchtlingsteam. Gestern Abend waren beim Dinner zwei Waisenkinder aus Nepal, und wir konnten ihre leuchtenden Augen sehen. Das ist es, wofür Sport da ist, für unsere Verantwortung für die Gesellschaft“, erklärte der IOC Präsident, nach seiner Botschaft für World Taekwondo befragt.

Bach bekräftigte, dass World Taekwondo und das IOC dieselben Werte teilen – Werte für die es wichtig ist aufzustehen, da sie in der heutigen Welt angegriffen und mit Skepsis betrachtet werden. Gleichzeitig honorierte er die erfolgreichen Anstrengungen von Dr. Choue und seinem Team, Taekwondo von einem nationalen in einen globalen Sport zu transformieren. Bach zeigte sich durchweg gut informiert über Taekwondo und die Weltmeisterschaften und wies darauf hin, dass sich World Taekwondo stets weiterentwickelt, was sich auch an den Regeländerungen zeigt, die hier in Muju erstmals zur Anwendung kommen. „Aus diesem Grund zögerte das IOC Executive Board nicht, Taekwondo schon heute in seine Empfehlungen für die Olympischen Spiele 2024 aufzunehmen“, teilte der IOC-Präsident mit. Sehr gute Neuigkeiten für die Taekwondo Szene. Die Frage, dass die Zahl von 8 Goldmedaillen bei Olympia doch sehr niedrig sei, ob eine größere Zahl von Wettbewerben in Aussicht gestellt werden könnte und wenn ja, in welchem Bereich, konnte der IOC-Präsident hingegen nicht positiv beantworten: Für Taekwondo seien in Tokio bereits 8 Goldmedaillen und die Teilnehmer-Quota bestätigt – die sich in anderen Sportarten merklich reduziert hätte.

World Taekwondo-Präsident Dr. Choue wurde insbesondere zu den Beziehungen zur ITF befragt und erklärte, dass es bereits eine mündliche Vereinbarung von World Taekwondo und ITF gibt, WT-Parameisterschaften, Beach-Taekwondo-Meisterschaften und Grand Slamturniere für ITF-Athleten zu öffnen – sofern diese das Regelwerk befolgen – und ein gemeinsames Demo-Team zu den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang zu entsenden. Schriftlich fixiert werden soll die Vereinbarung bei einem Besuch von World Taekwondo in Pjöngjang vom 16. bis 19. September.

Nach dem Besuch des koreansichen Stattspräsidenten Moon Jae-In an Eröffnungstag dieser Weltmeisterschaften ist der Besuch von IOC Präsdient Dr. Thomas Bach ein weiterer Meilenstein, der dieses Turnier in die Annalen des Taekwondo eingehen lässt.